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Leitbild des Arbeitskreises „Energie - Tisch für Pfungstadt“

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Pfungstadt schützt die Umwelt durch Energie sparendes und nachhaltiges Handeln. Alle an den Entscheidungsprozessen beteiligten Persönlichkeiten, sorgen dafür, daß die Gefahr von Konflikten vermieden wird.
Das Leitbild besteht aus den folgende Kernsätzen.
Pfungstadt die Energiesparstadt,
Pfungstadt spart Brauchwasser in Trinkwasserqualität durch die sorgfältige und wohl durchdachte Nutzung des vorhandenen Brauch- und Regenwassers.
Pfungstadt unterstützt den leichten und ungehinderten Zugang zu Informationen zum Thema Energie- und Ressourcensparmaßnahmen.
Pfungstadt fördert energiesparende Verkehrsstrukturen.
Unser Arbeitskreis befaßt sich mit:
1. Regenerative Energiesysteme,
2. Energieeinsparung rund um´s Haus,
3. Energie und Verkehr,
4. Energie- und Umweltmanagement,
Ziel der Bemühungen sollte sein:
4. Regenerative Energiesysteme,
4.1. Alle Möglichkeiten der energetischen Nutzung der Solarenergie zu fördern,
4.2. Die Ressourcen an Biogas erfassen und einer sinnvollen, möglichst gemeinsamen Nutzung zuführen.
4.3. Das Potential an Wind- und Wasserenergie erfassen, um einer auch zukünftigen Nutzung einen möglichst rechtzeitigen Zugang zu ermöglichen.
4.4. Die Stadtverwaltung soll mit gutem Beispiel vorangehen, und an öffentlichen Gebäuden, z.B. Schulen, Kindergärten, Freibad und Verwaltung die Installation von Demonstrationsanlagen, die den technischen Fortschritt unterstreichen, einführen.
5. Energieeinsparung rund um´s Haus
5.1. Alle beim Neubau eines Hauses möglichen Energieeinsparungen sollen genutzt, und wo es möglich und sinnvoll erscheint, vorgeschrieben werden. Wobei die Einhaltung und Kontrolle der gesetzlichen Einspar- Verordnungen und Vorschriften eingehalten und möglichst unterschritten werden sollen.
5.2. Die Sanierung der Gebäude im Altbaubestand ist beratend zu unterstützen und durch geeignete Maßnahmen zu begleiten. Auch hier müssen alle gesetzlichen und organisatorische Möglichkeiten ausgeschöpft werden.
5.3. Die Gebäudehüllen sind nach dem Stand der Technik und den Vorschriften der Energie-Einspar-Verordnung zu gestalten, wobei die Entstehung von Wärmebrücken zu vermeiden ist.
5.4. Die Optimierung der vorhandenen Heizungsanlagen ist zu fördern und wo möglich vorzuschreiben, um jede nur vertretbare Minimierung des CO2- Ausstoßes zu erreichen.
5.5. Die Energieerzeuger wie Verbraucher sollen in einem Energie- Atlas der Stadt erfaßt werden, um gegebenenfalls eine gemeinsame Energieversorgung möglich zu machen. Grundlage ist der Energie-Paß für Gebäude.
5.6. Hierzu ist der Dialog Handwerker zu Bauherren durch geeignete Fachkräfte und Institutionen anzuregen und zu begleiten.
5.7. Im Falle von Neubaugebieten ist eine Ausrichtung der Gebäude in die bevorzugte Südrichtung, wo immer möglich, vorzuschreiben, um die aktive wie passive Nutzung der Solarenergie ausnutzen zu können.
5.8. Im Informationsaustausch innerhalb der Bundes- Landes- und Gemeindeebene sollen alle zur Verfügung stehenden Quellen für Wettbewerbe in Bezug zu Gebäudemodernisierungen genutzt werden.
5.9. Der Verbrauch von hochwertigem Trinkwasser soll reduziert und die Substitution, wo immer möglich, durch Regen- und sekundäres Brauchwasser vorbildlich bei Neubauten vorgeschrieben und gefördert werden.
5.10. Ziel ist es, die Stadt Pfungstadt mit Öko-Strom zu versorgen.
6. Energie und Verkehr
6.1. Alle Initiativen, die der Energeieinsparung im erweiterten Verkehrswesen dienen, besonders die des Arbeitskreises „Stadtentwicklung und Verkehr“ werden voll unterstützt und mitgetragen.
6.2. Die Nutzung verbrauchsarmer Fahrzeuge (3 Liter; - Elektro- Biogas- Auto) soll durch Information, Aufklärung und gezielte Förderung, wenn möglich überregional in konzeptioneller Zusammenarbeit mit dem Bund, Land und der Region unterstützt werden. Die Stadt Pfungstadt soll bei neu anzuschaffenden Autos eine Vorreiterrolle übernehmen.
7. Energie- und Umweltmanagement
7.1. Die Bevölkerung soll über alle zur Verfügung stehenden Energiesparmaßnahmen aufgeklärt und ermutigt werden im eigenen Verantwortungsbereich Maßnahmen zur Realisierung zu treffen.
7.2. Die CO2 Einsparziele der Bundesregierung sind im Verantwortungsbereich der Stadt Pfungstadt zu unterstützen.
7.3. Dazu sollen sinnvolle Energiesparwettbewerbe helfen die Einsparziele zu erreichen.
7.4. Im Einklang regionaler Gemeinden muß die Einführung eines Energie-Passes für Gebäude eingeführt werden.
7.5. Ein Energie-Atlas (Kataster) aller Energie- Verbraucher und Produzenten im Einflußbereich der Gemeinde ist Grundlage einer zukunftsweisenden Planung. Eine fortlaufende Energiebilanz soll helfen die Einsparziele zu verfolgen.
7.6. Im Bereich Öko-Audit soll mit der Industrie gemeinsam die Ziele der globalen CO2- und Energieeinsparung verwirklicht werden.
Als Handlungs- und Umsetzungsvorschläge sehen wir vor:
• Bei der Ausweisung von Neubaugebieten soll die Stadt energiesparende Maßnahmen und technische Lösungen nach dem Stand der Technik vorschreiben.
• Eine Informationsschrift, die alle relevanten Informationen und Bestimmungen der Stadt vermittelt, soll Bauwilligen mit dem Bauantrag ausgehändigt werden. Multiplikatoren sind in diesem Zusammenhang der verantwortliche Architekt und Handwerker, die diese Informationsschrift erläutern können.
• Vortragsveranstaltungen und Aktionen, die angelegt sind eine breite Bevölkerungsschicht anzusprechen, werden den Pfungstädter Bürger/innen angeboten, um Informationen zu Energiesparmaßnahmen zu verbreiten, damit eine breite Sensibilisierung erreicht wird.
• Laufende Projekte sollen unterstützt und neue, erfolgversprechende Verfahren eingeführtwerden, wenn eine entsprechende Energieeinsparung vorausgesagt werden kann. Dies soll in Kooperation mit den fachkundigen Institutionen erfolgen (z.B. TUD und IWU).
• Die Stadt Pfungstadt unterstützt innovative Pilotanlagen und Systeme zur Energieeinsparung.
• Die möglichen finanziellen Unterstützungen und Förderungen sind auf allen Ebenen zu erfassen und den Mitbürger/innen zugänglich zu machen.
• Die Nutzung von Biogas durch ein BHKW in den Kläranlagen von Pfungstadt und Eschollbrücken, möglicherweise in Zusammenarbeit mit den Rückständen der Landwirtschaft, soll angestrebt werden.
• Handwerksbetriebe sind zu animieren energiesparende Technologien anzubieten und im Bedarfsfalle umzusetzen.
• Die Bedeutung des Energiesparen´s soll bereits an den Schulen einen breiten Rahmen einnehmen.
• Ein Schaukasten des Energie-Tisch´s soll eingerichtet werden, der für Werbung für entsprechende Maßnahmen zur Verfügung steht.
• Mittels entsprechender Verkehrleitsysteme und eventuellen Einschränkungen soll der Energieverbrauch, Schadgasausstoß und die Lärmbelästigung in den Stadtteilen auf eine Minimum gesenkt werden.
• Ein geschlossenes, engmaschiges Radwegenetz ist zu schaffen, das den Verzicht auf das motorisierte Fahrzeug erleichtert.
• Ein attraktiver ÖPNV ist auszubauen, der einen reibungslosen Zugang zu den überregionalen Verbindungen zuläßt, damit ein Anreiz für den Verzicht auf das eigene Fahrzeug angeboten wird.
• Ein Energieberater soll in der Verwaltung permanent oder zumindest temporär ansprechbar zur Verfügung stehen.
Als Projektvorschläge unterbreiten wir:
->> Es ist anzustreben, öffentlichkeitswirksame Aktionen zu organisieren, die den Leitgedanken der Agenda und des Energie-Tische´s transportieren.
->> Die Einführung von einem Energie-Paß für Gebäude für Hausbesitzer anbieten.
->> Ein Energie-Paß stellt ein dokumentiertes Verkaufsargument dar.
->> Die Einführung eines Energie-Passes muß im Zusammenschluß überregionaler Gemeinden - möglichst Hessen weit – erfolgen, um eine Vergleichbarkeit der verschiedenen Gebäude vornehmen zu können.
->> Der Energie-Paß stellt die Vorstufe zu einem Energie-Atlas dar.
->> Auf der Basis des Energie-Passes einen Energie-Atlas aufbauen.
->> Der Energie-Atlas stellt die Verbrauchsdaten und Gegebenheiten von Gebäudekomplexen und Stadtteilen zusammen, die für zukünftige Versorgungsentscheidungen genutzt werden.
->> Mustersanierungen, (siehe Projekt Bürgermeister-Lang-Straße), die in Zusammenarbeit mit der fachkundigen Unterstützung der Technischen Universität Darmstadt (TUD) und dem Institut Wohnen und Umwelt (IWU) durchgeführt werden.
->> Ein solches Mustergebäude dient der Anregung für sanierungswillige Hauseigentümer ähnliche Energieeinsparungen vorzunehmen.
->> Dazu müssen alle relevanten Daten erfaßt, ausgewertet und dokumentiert werden.
->> Die Ergebnisse und Erfahrungen der Sanierung sind einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
->> Ein Erfahrungsaustausch mit den ortsansässigen, ausführenden Handwerksbetrieben ist anzuregen und anzustreben.
->> Solarenergieprojekte verfolgen und Erfahrungen aus den Projekten sollen gesammelt, und zu einem Erfahrungsbericht zusammengestellt werden, der den Mitbürger/innen zugänglich gemacht wird.
->> Neue Technologien verfolgen und bewerten.
->> Den Erfahrungsaustausch mit den Institutionen und anderen Gemeinden pflegen.
->> Bio-Gas Potentiale erfassen und prüfen, ob durch Zusammenschluß der verschiedenen Vorkommen eine gemeinsame BHKW-Anlage betrieben werden kann.
->> Vortrags- und Aktionsveranstaltungen organisieren, die der Informationsvermittlung des Standes der Technik dienen.
->> Dazu sollen kompetente Fachleute eingeladen werden, die anhand von überzeugenden Ausführungen den Bürger/innen die Vorteile einer neuen Technik verständlich machen können, und Anreize zu Investitionen zu schaffen verstehen, die einer Reduzierung der Umweltbelastung gerecht werden.
->> Dazu sollen sich die Mitglieder des Energie-Tisches mit Hilfe und Unterstützung der Stadtverwaltung fach- und sachkundig machen können.
->> Schulprojekte unterstützen, die sich mit dem Thema „Energiesparen“ beschäftigen.
->> Dazu ist ein enger Kontakt zu den Verantwortlichen der Schulbehörden zu pflegen.
->> Entsprechende Schulungsunterlagen und Anschauungsmaterialien sind dazu in den Schulen bereitzuhalten.
->> Wenn immer möglich, sollen in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und
Organisationen Projekte an den Schulen unterstützt werden.
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