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->> Leitbild des Arbeitskreises „Landwirtschaft und Naturschutz“
->> Zukunftsfähige Landwirtschaft
->> Vermarktung regionaler Produkte
->> Als Projektvorschläge unterbreiten wir
->> Eine Zeitungsrubrik eröffnen...

 

Leitbild des Arbeitskreises „Landwirtschaft und Naturschutz“


Im kommunalen Entwicklungsplan, der die künftige Entwicklung der Stadt Pfungstadt im ökologischen, sozialen und ökonomischen Bereich festschreibt, sind im Bereich Landwirtschaft und Naturschutz in Hinsicht auf Nachhaltigkeit folgende Schwerpunkte zu setzen:

1. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die sich an umwelt- und naturverträglichen Produktionsverfahren orientiert, muss zum Erhalt und zur Pflege der Kulturlandschaft, erhalten werden.


2. Durch aktive Vermarktung im lokalen und regionaler Bereich, sollen die Erzeuger ihre Einkommensverhältnisse verbessern.


3. Landschaftspflege und Naturschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe in der die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Forstverwaltung, Naturschutzverbänden, Vereinen und Kommune gefördert werden muß.


Dies soll durch folgende kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen geschehen:

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1. Zukunftsfähige Landwirtschaft:

->> Aufgrund der Umgehungsstraße B 426 (neu) durchzuführenden Flurbereinigung müssen die Erfordernisse der Landwirtschaft vorrangig berücksichtigt werden.

Kürzere Wege für den einzelnen Landwirt durch Zusammenlegung oder auch nur Umorganisation der Flächen bedeuten eine kostengünstigere Produktion ohne zu Monokulturen führen zu müssen.

->> Bei Siedlungsentwicklung und Neuanlage von Verkehrsflächen muß der Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen streng gegen einen anderweitigen Flächenbedarf abgewogen werden.

->> Der Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen und besonders der wertvolleren Böden sollte im Vordergrund stehen.

->> Bei Anlage von Ausgleichsmaßnahmen, wie im Straßenbau oder für andere Maßnahmen erforderlich, müssen landwirtschaftlich wertlosere Flächen eindeutig bevorzugt werden (derzeit vernässte / oder geflutete Flächen).

->> Eine Umstrukturierung der landwirtschaftlichen Erzeugungsweise hin zum nachhaltigen, ökologischen Landbau sollte von Stadtverwaltung und Bevölkerung breit unterstützt werden.

oben

2. Vermarktung regionaler Produkte

->> Umfassende Produktinformationen zu regionalen und saisonalen Erzeugnissen von den Erzeugern selbst aber auch von der örtlichen Verwaltung sollten den Absatz derselben erheblich fördern.

Warum soll der Verbraucher eine von weit her transportierte Südfrucht konsumieren, wenn die selbe Vitaminzufuhr, ( oder aus ökologischer Sicht her bessere) z.B. ein einheimischer (möglichst noch ökologisch) produzierter Apfel, den ähnlichen Nährwert bringt?

Umfassende Öffentlichkeitsarbeit der Erzeuger ist für obengenannten Effekt unabdingbar.

->> Die Vermarktung der regionalen Produkte sollte sich mehr am Käufer (und am Käuferverhalten) orientieren, um ein Umsatzplus zu erreichen.

3. nachhaltige Pflege der Landschaft und Naturschutz

->> Sinnvolle Gestaltungen und spezifische Flächennutzungen müssen in die Flächenplanung einbezogen werden.

So können im Vernässungsgebiet neue Biotope entstehen, im Gegenzug kann dann u. U. auf eine Renaturierung des Modauverlaufes zugunsten der Landwirtschaft verzichtet werden. ( siehe 1. )

->> Der Wald und das Feld muß zu Erholungszwecken allen Bevölkerungsteilen zugänglich bleiben.

->> Die Artenvielfalt soll erhalten bleiben, Tiere und Pflanzen, sowie ihre Lebensräume sind zu schützen und zu pflegen.


Gräben und Wege sollen instandgesetzt werden, Ruhebänke aufgestellt und Feldholzinseln, Streuobstwiesen und andere Biotope sollen, s.o. neu angelegt werden.

Storchennester sollen neu aufgestellt werden ( z.B. Kläranlage Eschollbrücken) .

Im Wald sollen als Trachtquellen für Bienen und andere Insekten zusätzlich Nutzhölzer wie Ahorn, Linde und Wildkirsche gepflanzt werden, um die Bestäubungsleistung der Bienen für Nutz- und Wildpflanzen zu fördern.

->> Die Öffentlichkeit ist für das Thema des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu sensibilisieren, insbesondere sollten die Schulen stärker als bisher in den Naturschutz einbezogen werden.

Dazu ist ein Kennenlernen der Gemarkung und der örtlichen Gegebenheiten im Unterricht zu fördern. Welches Pfungstädter Kind / Jugendlicher würde sich denn heute in der Gemarkung zurechtfinden?

Auch im innerstädtischen Raum soll der Natur eine ausreichende Grundlage geschaffen werden, sodass die Ansiedlung von Kleinlebewesen gewährleistet ist. Durch eine gesicherte Informationsgrundlage soll den Grünanlageneignern ein breites Verständnis vermittelt werden.

oben

Als Projektvorschläge unterbreiten wir:

->> Weiterführung und Ausbau des im Jahre 2000 erstmalig durchgeführten „1. Pfungstädter Bauernmarktes“, der, wenn möglich, in Zusammenarbeit mit anderen, ergänzenden Interessengruppen, auszubauen ist.

->> Ausgestaltung eines Naturlehrpfades durch unsere Gemarkung, der die Einbeziehung der Landwirtschaft bedingt. Hierbei könnten alle angeschlossenen Vereine und Verbände eine möglichst breite Informationsvermittlung der Bevölkerung anbieten, die auch im Rahmen der schulischen Ausbildung genutzt werden könnte. Hofbesichtigung mit vorher vereinbarten Informationsveranstaltungen, die einer breit angelegten Verbraucherinformation dienen kann.

->> z.B. könnte der Imkerverein eine Bienenvolk- Schaustellung anbietet.

->> Verbunden mit Hoffestwerbung, usw.

->> Weitere Darstellung von Vereinen und Verbänden in Zusammenarbeit mit der Agenda 21.

->> In den Schulen einen Tag / Woche / Monat der Landwirtschaft initiieren. Landwirte / Landfrauen berichten über ihren Alltag und werben für ein besseres Verständnis für die regionalen Produkte.

->> Kurse anbieten; z.B. Herstellung von Butter, Tierpflege, Traktorfahren, usw.

->> Bauernhof als Klassenzimmer, ab der 5. Klasse, sowie für Praktikanten und Exkursionen

->> Imker stellen den Lebenszyklus der Bienen in den Schulen dar, auch in Verbindung mit dem Naturlehrpfad.

->> Gemeinsame Hoffestveranstaltungen organisieren, in Verbindung mit Ivent-Veranstaltungen, z.B. Radtouren usw. (Eltern einbezogen).

->> Darstellung des Umweltschutzes auch in der Landwirtschaft.

oben

Eine Zeitungsrubrik eröffnen: „ Was gerade günstig angeboten wird ! “.

->> Eine solche Rubrik soll den Dialog mit der Bevölkerung pflegen und auf regionale Produkte hinweisen, die saisonal gerade günstig angeboten werden.

->> Aber auch andere interessante Hinweise der Landwirtschaft und des Umweltschutzes können diesbezüglich vermittelt werden. Regionale Begebenheiten von übergeordnetem Interesse, z.B. Verbraucherinformationen, Veranstaltungen, Fehlentwicklungen usw.

Einen Umwelt- Tag / Woche einführen.
->> Diesen Tag / Woche begleitend mit Veranstaltungen begehen, die der Bedeutung gerecht werden, den Gedanken einer intakten Natur den Mitbürger/innen näherzubringen, z.B. Waldfestveranstaltungen, Naturwanderungen (Lehrpfad) usw.

->> Wobei die Bedeutung einer vielfältigen Natur-/ Kulturlandschaft unterstrichen werden sollte.

->> Dies muß mit den oben genannten Projekten und Aktionen der Landwirtschaft und den mit einbezogenen Verbänden abgestimmt sein.

Eine Begrüßungsmappe für Neubürger erstellen, die eine umfassende Information an Möglichkeiten und Angeboten der verschiedenen Vereine und Verbände, aber auch der Direktvermarktung und Einkaufsmöglichkeiten in Pfungstadt darstellt.

->> In Zusammenarbeit mit dem ISP und allen Interessenverbänden sowie der Verwaltung als Wegweiser.

Ein möglicherweise verwaltungsseitig, oder ehrenamtlich zur Verfügung stehendePerson, mit dem nötigen Sachverstand, könnte die Aufgabe von Führungen von Gruppen durch Feld, Flur und Wald übernehmen, die für zuvor vereinbarte und abgestimmte Veranstaltungen zur Verfügung steht.

oben


 

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